Bericht an die EU 2018

Der aktuelle Stand der Kohärenzmaßnahmen

Seit 2012 erhält die EU-Kommission alle zwei Jahre einen Statusbericht. Ende 2018 wurde bereits der vierte Bericht abgeschickt. Der Bericht gibt eine Übersicht über alle Maßnahmen auf und informiert darüber, wie weit die Umsetzung bereits fortgeschritten ist.

Die beiden Planfeststellungsbehörden für die Fahrrinnenanpassung – die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und die Freie und Hansestadt Hamburg – sind durch die EU-Kommission verpflichtet worden, ihr alle zwei Jahre einen Bericht über die Durchführung und Überwachung der Ausgleichsmaßnahmen und der zusätzlichen Maßnahmen zu liefern.

Berichten müssen sie über den Stand aller Projekte, die im Rahmen der Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe als Kohärenzmaßnahmen definiert worden sind.

Einige Projektbeispiele aus dem Bericht 2018:

  • Auf den 2012 erworbenen Flächen für die Umsetzung von insgesamt elf Maßnahmen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden die Pachtverträge so angepasst, dass das Grünland nun extensiv bewirtschaftet wird – ein erster Schritt auf dem Ziel, diese Flächen der Natur zurückzugeben.
  • Gemeinsam mit den vor Ort zuständigen Naturschutzbehörden werden passgenaue Konzepte zur Erfolgskontrolle für die einzelnen Flächen erarbeitet. Sie sollen im ersten Halbjahr 2019 fertig gestellt werden.
  • Das Konzept für die Erfolgskontrolle im Gebiet der Schwarztonnensander Nebenelbe ist bereits abgestimmt, so dass auf dieser Basis im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter 2019 der Istzustand in diesem Bereich erfasst werden kann. Diese Untersuchungen ergänzen die Zustandserfassungen, die bereits in den Jahren 2015 und 2017 durchgeführt worden sind. Der Beginn der Baggerungen für die Herstellung der Flachwasserbereiche in der Schwarztonnensander Nebenelbe ist im ersten Quartal 2020 geplant.
  • Im Naturschutzgebiet Zollenspieker, wo naturnahe Priele – u.a. für den gefährdeten Schierlingswasserfenchel – entstehen sollen, ist die Planung abgeschlossen, so dass die Arbeiten dieses Jahr beginnen und auch noch abgeschlossen werden. Auch der  Tideanschluss der Billwerder Insel ist in Arbeit.

Eine Uferschlenze vergrößert die Uferlinie und bietet empfindlichen Pflanzen einen strömungsreduzierten Bereich (Quelle: Anlage 2 zum 4. Bericht, S.15).

  Bericht 2018
auf www.kuestendaten.de

Auch die Berichte aus den Jahren 2012, 2014 und 2016 stehen hier zur Verfügung.

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