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Die wirtschaftlichen Effekte
Quelle: Hamburg Port Authority, HHM
„Für uns als drittgrößte Container-Reederei der Welt ist Hamburg einer der wichtigsten Häfen in Nordeuropa, den wir aus vielen und sehr guten Gründen anlaufen. Die Vertiefung des Elbfahrwassers ist für uns eine zwingend notwendige Voraussetzung dafür, dass unsere Schiffe auch weiterhin nach Hamburg kommen können. Das gilt nicht nur für unsere künftigen Schiffe, sondern auch für die, die wir gegenwärtig einsetzen.“

Nicolas Sartini, Direktor CMA/CGM


1. Schnelle Erschließung bestehender Kapazitätsreserven

Die Fahrrinnenanpassung orientiert sich an dem Standardschiff des Containertransportes in diesem und dem kommenden Jahrzehnt. Schiffe dieses Typs (Kapazität ca. 9000 Standardcontainer (TEU), Tiefgang bis zu 14,5 m) bestreiten in Hamburg heute schon rund 60% des Container-Umschlags. Dabei müssen sie zur Zeit Leerstände in Kauf nehmen, weil sie in der bestehenden Fahrrinne nicht voll abgeladen fahren können.

Ein Meter mehr Schiffstiefgang ermöglicht diesen Schiffen eine zusätzliche Ladung  von ca. 1000 TEU pro Schiff im tideunabhängigen Verkehr. Nach der vorherigen Fahrrinnenanpassung wurden die zusätzlichen Ladungschancen sofort realisiert.




2. Der Hafen nutzt seine Wachstumschancen

Der boomende Welthandel bietet dem Hafen im Containerverkehr auch in Zukunft gute Wachstumsbedingungen. Sie liegen weit über dem durchschnittlichen deutschen oder europäischen Wirtschaftswachstum. Hamburg hat die Chance, seinen Containerumschlag bis 2015 zu verdoppeln und dann rund 70% aller in deutschen Seehäfen ankommenden Container umzuschlagen.

Die größten Wachstumspotenziale stecken dabei wie in der Vergangenheit im Ostasienhandel. Und gerade hier werden die großen Containerschiffe eingesetzt. Die Fahrrinnenanpassung ist also die entscheidende Voraussetzung, um das mögliche Wachstum auch tatsächlich zu realisieren.



3. Wirtschaftlicher Schiffseinsatz möglich

Der Seetransport von Containern ist umso wirtschaftlicher, je mehr Einheiten pro Schiff transportiert werden – je geringer also die Transport-Stückkosten sind. Daher setzen die Reeder auf größere Schiffe.

Ideal ist eine Schiffsgröße, die der vorhandenen Transportnachfrage
an wenigen, aber ladungsstarken Hafenstandorten möglichst genau entspricht und somit gut ausgelasteten Transport bei wenig Liegezeit ermöglicht. In der für Hamburg ausschlaggebenden Ostasienfahrt liegt
das wirtschaftliche Optimum derzeit beim Anlaufen von zwei, maximal
drei europäischen Häfen durch ein 9000 TEU-Schiff – also genau dem „Bemessungsschiff“ der geplanten Fahrrinnenanpassung.



4. Feste Standortbindung der Reedereien

Reedereien planen ihre Flotten langfristig und mit weltweiter Perspektive. Investitionen in neue Großschiffe lohnen nur, wenn diese auf möglichst vielen Linien mit größtmöglicher Beladung eingesetzt werden können. Als Zielhafen wird ausgewählt, wer das größte Ladungsvolumen anbietet.

Mit der Fahrrinnenanpassung gibt Hamburg den Reedereien verlässliche Planungsgrundlagen für eine langfristige Hafenwahl. Steigende Umschlagzahlen erlauben dem Hafen zudem, weitere bedarfsgerechte Modernisierungen, z.B.  im Terminalbau, zu finanzieren. Damit wird die Attraktivität Hamburgs als Ladungsort weiter gesteigert.


5. Stärkung der Wirtschaftskraft  Norddeutschlands

Neben den beiden großen Umschlags- unternehmen HHLA und Eurogate arbeiten im Hamburger Hafen rund 350 Einzelunternehmen.
Hinzu kommen zahlreiche Dienstleister wie Ausrüster, Zertifizierungsbüros, Werbeagenturen, Versicherer, Anwälte etc., die in der Stadt oder dem Umland ansässig sind und wesentliche Anteile ihres Umsatzes im Hafengeschäft erwirtschaften. Ihr Erfolg ist in hohem Maße beschäftigungswirksam.

Ein wettbewerbs- fähiger Welthafen ist daher die beste Mittelstands- und Beschäftigungsförderung, die sich denken lässt. Er schafft neue Märkte, zukunftsfähige Arbeitsplätze und ein stabiles, stetig steigendes Steueraufkommen.