Die Elbregion mit ihrer Metropole Hamburg ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Von jeher sind hier Wohlstand und Beschäftigung wesentlich vom internationalen Seehandel abhängig.
Das Tor zur Welt
Die internationale Arbeitsteilung und die Globalisierung der Märkte haben in den letzten Jahren stetig zugenommen. Als Folge der zunehmenden wirtschaftlichen Verflechtung werden zwischen den Volkswirtschaften immer mehr Rohstoffe und Güter ausgetauscht.
Das große Wachstum des Welthandels wirkt sich besonders auf den Seeverkehr positiv aus. Hiervon profitiert auch Hamburg: In den vergangenen Jahrzehnten konnte die Umschlagsmenge im Hafen und damit die Wirtschaftskraft der gesamten Metropolregion kontinuierlich gesteigert werden. Derzeit erreicht der Gesamtumschlag 140,4 Millionen Tonnen, nach einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 5,8% seit 1999. Mit diesem Umschlagsvolumen ist Hamburg der mit Abstand größte Seehafen Deutschlands und der drittgrößte Universalhafen Europas.
Der Hamburger Hafen ist nicht zuletzt aufgrund seiner wirtschaftsgeografischen Lage privilegiert. Er ist Knotenpunkt für den Überseeverkehr und als östlichster Überseehafen in Nordeuropa der wichtigste Umschlagsplatz für die mittel- und osteuropäischen Länder sowie das Baltikum. Als zweitgrößte Stadt Deutschlands verfügt Hamburg außerdem über eine hervorragende Infrastruktur und beste Anbindungen an nationale sowie internationale Verkehrsnetze. Motor der Volkswirtschaft
Mit dem Hamburger Hafen ist Deutschland zum Globalisierungsgewinner und Exportweltmeister geworden – er ist einer der wichtigsten Jobmotoren unserer Volkswirtschaft.
Über 90% des weltweiten Warentransportes gehen über Wasser. In Hamburg wird der Hauptanteil der durch den deutschen Im- und Export bewegten Container umgeschlagen. Sein Angebot leistungsfähiger und kostengünstiger Anbindungen zum Seetransport ist Basis für die herausragende Stellung des „Exportweltmeisters“ Deutschland auf den Weltmärkten.
Der Hamburger Hafen ist der wichtigste Jobmotor im norddeutschen Raum. Seine Beschäftigungswirkung strahlt darüber hinaus auf ganz Deutschland aus. In der Metropolregion Hamburg beschäftigt der Hafen derzeit ca. 167000 Personen. Davon leben rund 37000 in den Ländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Deutschlandweit sind ca. 276000 Arbeitsplätze vom Hamburger Hafen abhängig.
Der expandierende Welthandel ermöglichte dem Hafen im Containerverkehr bis zum Krisenjahr 2008 Wachstumsraten, die weit über dem durchschnittlichen deutschen oder europäischen Wirtschaftswachstum lagen. Da hierfür langfristige und auch über Krisen hinweg andauernde Entwicklungsprozesse im weltwirtschaftlichen Gefüge verantwortlich sind, wird Hamburg nach dem Durchschreiten des konjunkturellen Tals wieder auf weiteres starkes Wachstum setzen können. Hamburg hat gute Chancen, seinen Containerumschlag noch einmal zu verdoppeln und langfristig das größte Containerverkehrszentrum Europas zu werden.
Mit der Fahrrinnenanpassung wird die erreichte Marktstellung des Hafens gesichert. Das große Potenzial für sein weiteres Wachstum kann ausgeschöpft werden. Ein Verzicht auf die Fahrrinnenanpassung bedeutet deshalb Verzicht auf Wachstum und Verlust von Marktanteilen.