Zukunft Elbe Startseite
Handelszentrum mit Zukunft: Hamburg
Der Hamburger Hafen liegt im Zentrum internationaler Handelsströme. Diesen Umstand verdankt er insbesondere der geografischen Lage und den infrastrukturellen Voraussetzungen der Hansestadt.
Traditionell werden große Teile des Warenhandels zwischen europäischen und ostasiatischen Staaten über die Hansestadt abgewickelt. Die Volksrepublik China ist heute der wichtigste Handelspartner des Hamburger Hafens im gesamten Seegüterverkehr sowie im Segment des Containerverkehrs. 2010 wurden im Handel mit chinesischen Häfen und Hongkong ca. 2,75 Millionen Container umgeschlagen. Dies ist eine Vervierfachung gegenüber 2001. Hauptimportgüter im China-Handel sind elektrotechnische Erzeugnisse sowie Bekleidung und Spielwaren. Für den Export in die Volksrepublik fallen vor allem Maschinen, Motoren und Fahrzeuge ins Gewicht. Darüber hinaus sind die wichtigsten Handelspartner des Hamburger Hafens in der Reihenfolge ihrer Bedeutung: Singapur, Russland, FinnlandSüdkorea, Schweden, Malaysia, Japan ,Brasilien, und Indien.


Der westlichste Ostseehafen


Der Fall des „Eisernen Vorhangs“ war für den Hamburger Hafen auch ein ökonomischer Glücksfall. Durch die Öffnung der mittel- und osteuropäischen Länder hat sich für die Metropolregion ein weiterer Markt mit großem Zukunftspotenzial erschlossen, in dem ungefähr 350 Millionen Menschen leben. Aufgrund seiner geografischen Lage bietet sich Hamburg ideal als maritime Brücke zwischen Ost und West beziehungsweise zwischen dem interkontinentalen Verkehr und dem Ostseeraum an. Damit ist Hamburg der östlichste Nordseehafen und gleichzeitig der westlichste Ostseehafen. So profitiert die Hansestadt mehr als andere Häfen von den sich entwickelnden Märkten in Mittel- und Osteuropa sowie im Baltikum. Die Tschechische Republik und die Slowakei gehören mittlerweile zu wichtigen Handelspartnern des Hafens. Zudem ist Hamburg seit langem für die skandinavischen Länder der bevorzugte Transithafen für Überseetransporte.





Die Hamburg-Antwerpen-Range

In Europa ist Hamburg nach Rotterdam und Antwerpen der drittgrößte Containerhafen und verzeichnete in den letzten Jahren – unterbrochen allein von einem durch die weltweite Wirtschaftskrise in 2008 und 2009 hervorgerufenen Umschlagsrückgang -  zweistellige Zuwachsraten im Containerumschlag. Die Häfen der so genannten Hamburg-Antwerpen-Range stehen dabei in einem intensiven Wettbewerb. Hamburg rangiert - gefolgt von den Bremischen Häfen – knapp hinter  Antwerpen und Rotterdam  an dritter Position.


Hamburgs Lage im Binnenland

Hamburg ist „das Tor zur Welt“ und liegt doch gut geschützt über 100 Kilometer im Binnenland. Was auf den ersten Blick ein Nachteil zu sein scheint, ist tatsächlich ein großer Vorteil gegenüber anderen Häfen. Denn die transportierten Güter bleiben länger auf dem Schiff. Und jeder Kilometer, den die Ware per Schiff zurücklegt, ist im Vergleich zu einem Transport mit der Bahn oder dem LKW günstiger und auch deutlich umweltfreundlicher. Denn für ein Containerschiff, das in Hamburg 4000 Standardboxen umschlägt, müssten auf dem Landweg circa 3200 LKWs oder 80 Züge eingesetzt werden.


Drehscheibe Hamburg

Die Elbe verbindet den Hamburger Hafen sowohl mit den Märkten in Übersee als auch mit jenen im europäischen Binnenland. Sie trägt entscheidend dazu bei, dass die Drehscheibe für den Güterumschlag in Bewegung bleibt. Denn über die Binnenschifffahrt können Waren bis nach Südeuropa transportiert werden. Darüber hinaus bestehen von Hamburg aus optimale Anbindungen für den Weitertransport der Güter per Bahn und LKW: Der Hamburger Hafen kann als ausgesprochener Eisenbahnhafen bezeichnet werden, da ca. 60 Prozent der weiter als 150 Kilometer landeinwärts transportierten Container mit diesem umweltfreundlichen Verkehrsmittel bewegt werden. Aber Hamburg ist mehr als bloß eine günstig gelegene „Containerschleuse“: Viele Waren verbleiben in der Metropolregion zur Weiterverarbeitung; nicht ohne Grund haben die großen Kaffeeröstereien ihren Sitz in Norddeutschland. Und auch für den Endverbrauch werden aus Übersee, dem Baltikum, Skandinavien oder Asien importierte Waren für die vier Millionen Menschen in der Metropolregion Hamburg benötigt.

Gerade die gut entwickelte und vielfältige Infrastruktur einer Großstadt sowie die hervorragende Verkehrsanbindung sind Vorzüge, die in Deutschland nur der Hafen Hamburg vorzuweisen hat. Dies macht Hamburg so attraktiv für die Liniendienste der großen Reedereien.